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Die in der Ukraine erlebten Impressionen haben uns sehr beflügelt

Österreichischer Cellist

Der Rahmen für das Konzert für Cello und Klavier im Kiewer Haus der Wissenschaftler(innen) war sehr schön, der Saal gut gefüllt. Ganz besonders möchte ich Herrn Dr. Hausbrandt für seine Idee danken, die Kultur auch außerhalb der Metropole in kleinere Städte zu tragen. Die dort erlebten Impressionen haben uns sehr beflügelt, es war sehr berührend, mit welcher Herzlichkeit, Dankbarkeit und Intensität das Publikum unsere Konzerte aufnahm.

In der Kirche Johannes´ des Täufers in Bila Zerkwa hat die wunderbare Akustik der großen Kathedrale beglückt.

Die Musikschule von Nizhyn hat ebenso einen akustisch hervorragenden, sehr großen Saal, der ganz gefüllt war. Das Publikum wollte uns nicht gehen lassen, am Ende bekamen wir neben Blumen und lokalen Produkten als Andenken eine Ehrung für unseren Kulturbeitrag zur österreichisch-ukrainischen Freundschaft.

Auch die Philharmonie in Tschernihiw bestach mit ihrer professionellen Akustik und den vielen herzlichen Zuhörern.

Und sehr berührend war unser letztes Konzert in der an der weißrussischen Grenze gelegenen Provinzhauptstadt Ripky. Eine ca. elfjährige Musikschülerin hatte sich schon während der Probe in den Saal geschlichen und blieb einfach bei uns. Bis wir sie auf die Bühne geholt haben und Yuri Kot sie zum Umblättern engagiert hat. Die meisten Zuhörer sind nach dem Konzert bei uns geblieben, haben uns die Hände geschüttelt, sich mit uns unterhalten und bekräftigt, daß sie in Ihrer Gegend ansonsten nicht die Gelegenheit hätten, ein solches Konzert zu hören.

An allen Orten unserer Tournee hat man uns sehr herzlich empfangen, hat sich auch um unser leibliches Wohl gekümmert. Wir haben uns bestens aufgehoben gefühlt.

Einmal kam es zu folgender Situation, nachdem ich gebeten wurde, einen Celloschüler anzuhören. Wir übten zusammen seine Stücke, seine Lehrerin und seine Eltern und noch weitere interessierte Erwachsene und auch zwei Kinder hörten zu. Unsere Fortschritte sprachen sich schnell herum, nach und nach kamen immer mehr Kinder – nun mit Cello – in den Saal und wollten auch mit mir üben. So kam es zu einem spontanen Meisterkurs, der mit viel Blumen, Bonbonieren und Dankbarkeit entlohnt wurde. Ich habe den Kindern gesagt, daß ich gerne wieder zu ihnen kommen werde.