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Drei Projekte für das Kulturjahr

Österreichischer Opernsänger

Für das Cultural Year 2019 habe ich drei ganz spezielle Projekte für Odessa vorbeireitet.

Als langjähriger Gast bei verschiedenen Festivals zeitgenössischer Musik in der Ukraine – vom Kiev Music Fest bis zu Kontrasti L’viv – war es für mich als Opernsänger in diesem Jahr eine besondere Freude mit der Unterstützung des Österreichischen Kulturforums Kiew zum achten Mal bei Festival 2days2nights of new music in Odessa im Großen Saal der Philharmonie dabei zu sein. Dort arbeite ich regelmäßig mit vielen ukrainischen Musikern zusammen, allen voran mit der Festivalleiterin Frau Prof.Karmella Tsepkolenko, mit der und mit deren Familie mich auch eine langjährige Freundschaft verbindet.Für das Cultural Year 2019 habe ich drei ganz spezielle Projekte für Odessa vorbeireitet: „Die Berufung des Moses“, eine szenische Kantate für Bassbariton und Instrumentalensemble, mit der Musik der bulgarisch-österreichischen Komponistin Tzveta Dimitrova auf einen Text nach dem 2.Buch Moses, den ich selbst verfasst habe.

Ein Jubiläum war die Wiederaufführung der Mini-mono-oper „Heute Abend Boris Godunow“, die Frau Tsepkolenko im Jahr 2008 für mich geschrieben hat, und die ich vor 10 Jahren das erste Mal im großen Saal der Philharmonie aufführen durfte.

Das dritte Projekt war ein „Musikalischer Zoo“: zwölf maximal vierminütige Stücke über je ein – oder mehrere – Tier(e) von zwölf jungen Komponisten und Komponistinnen aus der Ukraine, Österreich, Ungarn und Litauen. Daraus entstand ein witziges, kurioses, vielfältiges Kaleidoskop von Tiervertonungen – von philosophischen und religiösen Betrachtungen bis zu Lautimitationen – wobei mir bei der Initiierung des Projektes das Zusammenbringen von verschiedensten Stilen und ästhetischen Ansätzen wichtig war, sicher auch eine spezielle Art von „Multilateralität“, auch unterstrichen dadurch, dass ich vier der zwölf Stücke aus Österreich bzw. Ungarn mitbrachte.

Das Festival 2days2nights hatte im diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum, neben vielen aktiven Teilnehmern aus der Ukraine, waren u.a. auch Künstler aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien, USA, Russland, Japan und China dabei und die zwei Tage und Nächte waren von spannenden künstlerischen und menschlichen Begegnungen geprägt. Ich komme immer wieder gerne nach Odessa und es gibt bereits konkrete Pläne für zukünftige Auftritte.