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unser Interesse an einem erneuten Besuch in der Ukraine ist sehr groß. Kontakte sind bereits geknüpft

Österreichische MusikerInnen

Dnipro liegt an der Dnepr und führt mit seinem Bevölkerungswachstum von minus 16,87%* die Liste, der am schnellsten schrumpfende Städte der Welt an. Soviel zu unserem Vorwissen über unsere jüngste Reisedestination in der Ostukraine. Worauf man auf Grund der Statistik zum Bevölkerungswachstum Dnipros schließen könnte, lässt sich vor Ort nur teilweise bis gar nicht nachvollziehen, denn die Lebendigkeit dieser Stadt spricht andere Worte.

Dnipro liegt an der Dnepr und führt mit seinem Bevölkerungswachstum von minus 16,87%* die Liste, der am schnellsten schrumpfende Städte der Welt an. Soviel zu unserem Vorwissen über unsere jüngste Reisedestination in der Ostukraine.

Das internationale Construction Festival, von Andrey Palash, Kate Rusetska und Julia Ovcharenko kuratiert und geleitet, erlebte von 7.-9. Juni 2019, seine bereits sechste Auflage. Wir hatten Glück und wurden mit Siedl/Cao zur Teilnahme eingeladen. Das ÖKF Kiew hatte uns und Construction Festival dankenswerterweise bei dieser Kooperation unterstützt.

Worauf man auf Grund der Statistik zum Bevölkerungswachstum Dnipros schließen könnte, lässt sich vor Ort nur teilweise bis gar nicht nachvollziehen, denn die Lebendigkeit dieser Stadt spricht andere Worte.

Die Kunstszene Dnipros erhält durch das gerade in Entstehung befindliche „Dnipro Center of contemporary culture“ ein spektakuläres Zuhause im Kern der Altstadt und die Stadt damit ein aktives Lebenszeichen und einen Gegenpol zur postindustriellen Stimmung der „Raketenstadt“. Das „Construction Festival für Neue Medien und Audiovisuelle Kunst im urbanen Raum“ fand mit einer Vielzahl von Screenings, Ausstellungen, Konzerten, Workshops und Diskussionen von ca. 60 ukrainischen und internationalen Künstlerinnen in den weitläufigen Räumlichkeiten des sich „under construction“ befindenden Gebäudes statt.

Unsere Klangperformance am Eröffnungsabend des Festivals zog ein interessantes und interessiertes Publikum an und war mit etwa 200 Gästen sehr gut besucht. Das Festivalteam und freiwillige Helfer hatten zuvor den wunderschönen Saal im „Yekaterinoslav Stil“ aus der Mitte des 19. Jahrhundert zum „Ambient garden“ mit verschiedensten heimischen und  tropischen Pflanzen und kühlem Neonlicht dekoriert – ein, in seiner Surrealität, ideales Setting für unsere Performance in der wir unter anderem mit Pflanzen, die zu haptischen Musikinstrumenten präpariert wurden, interagierten.

Am Tag davor hatten wir im Rahmen unseres Workshops im „College of culture and arts“ das Vergnügen unsere Erfahrungen im Bereich multimedialer Komposition und interaktiven Klangsystemen mit den Musik- und Kompositionsstudenten Dnipros zu teilen und darüberhinaus einiges über die Perspektiven der Studenten und Festivalteilnehmer

zu erfahren. Den Workshop der in Kooperation zwischen Construction Festival und der Bildungseinrichtung abgehalten wurde haben wir als sehr positiv empfunden da er den persönlichen Kontakt und direkten Austausch mit den Studenten ermöglichte.

Was wir sonst während unseres dreitägigen Aufenthalts erfahren haben:

Die Ukraine ist das größte europäische Land dessen Landesgrenzen zur Gänze in Europa verlaufen. Dnipro wurde auf Grund seiner Geschichte als hochproduktives Zentrum des Raketenbaus und der Raumfahrttechnologie auch „Raketenstadt“ genannt. Nikita Chruschtschow entlockte dies einst die bewundernde Aussage, dass in Dnipro „Raketen wie Würste“ produziert werden.

Apropos Kulinarik: Piroggen werden hier als Wareniki bezeichnet und sind verdienterweise Nationalspeise.

Nach unserem, leider viel zu kurzen aber sehr positiven Aufenthalt ist unser Interesse an einem erneuten Besuch in der Ukraine sehr groß. Kontakte sind bereits geknüpft. Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen. Do pobatshennya!

* Bevölkerungswachstum Dnipro: https://www.businessinsider.com/cities-that-are-shrinking-2012-10?IR=T