Über uns

Über uns

Kultur ist die beste lingua franca, sie ist die Sprache des Humanismus und der Wahrheit. Kultur kann sichere Anker bieten, besonders in der Zeit von Konflikten, Ängsten und Verunsicherungen.

Warum ein bilaterales Kulturjahr?

Die Antwort ist einfach: wir wollen gemeinsam einen Beitrag zum Aufbau des vereinten und friedlichen Europas leisten. Sowohl in der Ukraine, als auch in Österreich soll der politische, kulturelle, historische und zeitgenössische Kontext neu gelesen, aktualisiert und weiter gestaltet werden.

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Kultur verhindert die Trennung von Menschen. Das bilaterale Kulturjahr Österreich-Ukraine 2019 setzt sich zum Ziel, das vorhandene kreative Potential beider Länder zu nützen und damit neue Fundamente für eine vertiefte kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zu legen.

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Das Kulturjahr umfasst die drei Schwerpunkte „Geschichte von Mittel- und Osteuropa“, „Literatur, Musik und zeitgenössische Kunst“ sowie „Kreativität und Innovation“, welche den Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart hin zur Zukunft spannen.

Geschichte von Mittel- und Osteuropa

Partnerschaftlicher Dialog ist ohne Geschichtsbewusstsein nicht möglich. Daher steht im Fokus des Kulturjahrs die Vielfalt der historischen Verknüpfungen, die Mitteleuropa und Osteuropa verbanden und verbinden, zum Beispiel die kulturelle Vielfalt des Donauraums oder der Umgang mit Gedenken. Dieser Block zeigt die Bedeutung der gemeinsamen Verarbeitung der Vergangenheit.

Ein gutes Beispiel solcher Partnerschaft ist die 2017 ins Leben gerufene Österreichisch-Ukrainische Historikerkommission.

„Es gibt keine Geschichte im Nirgendwo. Alles hat einen Anfang und ein Ende. Alle Geschichte hat einen Ort.“

Karl Schlögel

Literatur, Musik und zeitgenössische Kunst

Zeitgenössische Kunst aus beiden Ländern offenbart kreatives und innovatives Potential. Das reichhaltige Programm präsentiert daher junge KünstlerInnen, deren Arbeiten dabei helfen, Neues zu entdecken und überkommene Vorstellungen zu entstauben. Auch Literatur dürfen wir nicht vergessen, denn Übersetzungen sind für einen funktionierenden Austausch in beide Richtungen unabdingbar. 2019 jährt sich einerseits der Todestag von Joseph Roth zum 80. Mal, andererseits erlaubt eine junge Generation von AutorInnen wie die Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk neue Perspektiven.

„Die Sprache schlägt nicht nur Brücken in die Welt, sondern auch in die Einsamkeit.“

Paul Celan

Kreativität und Innovation

Kreativität ist Antrieb der Innovation und Partneraustausch. Wissenschaftliche Initiativen bieten neue Lösungen für gemeinsame und manchmal sogar globale Probleme. Der Austausch über Herausforderungen schafft die Möglichkeit, voneinander zu lernen, wie etwa in den Bereichen Journalismus oder Nachhaltigkeit. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Programm „Creative Austrians“. Dazu zählen die Projekte, die sich auf globale Herausforderungen wie Ökologie, die schnelle Entwicklung digitaler Technologien und soziale Inklusion konzentrieren. Schließlich werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie der Dialog der Zivilisationen weiter vertieft werden könnte.

“The real in international relations includes not only the state of affairs at the moment of time, but the direction of change as time proceeds.”

Timothy Snyder